Des Capitäns richtiger Tact ſagte ihm daß die Zeit noch nicht gekommen ſei, ſich offen gegen ſie auszuſprechen, und daß er ſeine Sprachblumen für eine paſſendere Gelegenheit aufſparen müſſe.
„Wenn Sie dieſe Frage ſtellen, ſo muß ich ſie beantworten,“ erwiederte er.„Ja, ich finde Sie ver⸗ ändert.“
Sie riß wieder einen Grasbüſchel aus.„Ich glaube, Sie können recht gerathen haben,“ ſagte ſie.
Der Capitän ſchwieg wohlweislich. Seine ein⸗ zige Antwort war eine Verbeugung.
„Ich habe Alles verloren was mir theuer iſt,“ fuhr ſie fort, indem ſie immer ſtärker und ſtärker an den Grasbüſcheln zerrte,„Wenn ich das ſage, ſo habe ich vielleicht blutwenig geſagt— aber ich muß Ihnen helfen mich zu verſtehen. Es gibt Dinge, wo ich zu einer frühern Zeit eher geſtorben wäre, als daß ich ſie gethan hätte— Dinge bei denen es mir kalt über den Rücken rieſelte, wenn ich nur daran dachte. Jezt iſt es mir gleichgiltig ob ich die⸗ ſelben vollbringe oder nicht. Ich ſcheere mich um meine Perſon gar nichts, ich intereſſire mich für mich ſelbſt nicht mehr, als für eine Handvoll Gras. Ich nehme an, ich habe etwas verloren. Was iſt das? Das Herz? Das Gewiſſen? Ich weiß es nicht. Wiſſen Sie es? Welchen Unſinn ſchwaze ich heraus! Wen kümmert es was ich verloren habe? Es iſt fort und damit iſts zu Ende. Ich glaube meine Außenſeite iſt der beſte Theil an mir— und das iſt mir unter jeder Bedingung geblieben. Ich habe mein gutes Ausſehen nicht verloren, nicht wahr? Da! da! Geben Sie ſich keine Mühe zu antworten
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