Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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der großen Marſch landeinwärts ſtanden, und ver⸗ wandelte ihre kleinen leuchtenden Waſſerſümpfe in Sümpfe von Blut. Dem Auge näher wälzte ſich die trübe Fluth des ſchlängelnden Aldefluſſes ge räuſchlos dem dunkelnden Meeresufer zu; und näher

noch, einſam und verlaſſen an der offenen Waſſer⸗ ſeite, lag der aufgegebene kleine Hafen von Slaugh⸗ den mit ſeinen verfallenen Kais und Magazinen von verfaultem Holz, und ſeine wenigen Küſtenſchiffe an⸗ kerten verlaſſen an dem ſchlammigen Flußſtrand. Kein Geräuſch von Wellen wurde an dem Ufer ge⸗ hört, kein Waſſergemurmel ertönte hörbar auf dem trägen Strome. Von Zeit zu Zeit erhob ſich der kreiſchende Ruf eines Seevogels von der Gegend der Marſch her und in Zwiſchenräumen erſcholl von den Meiereien, fern in der Oede landeinwärts, der ſchwache Ton der gewundenen Kuhhörner, um das Vieh nach Hauſe zu rufen, und arbeitete ſich traurig durch die Abendſtille hindurch.

Magdalene zog ihre Hand aus dem Arm des Capitäns und ſchlug den Weg gegen den Wall des Burgthurms ein.Ich bin müde vom Gehen, ſagte ſie;laſſen Sie uns halten und hier ein wenig ausruhen.

Sie ſezte ſich auf den Hügelabhang, ſtüzte ſich auf ihren Ellenbogen, riß mechaniſch die Grasbüſchel die unter ihre Hand geriethen aus, und zerſtreute ſie in die Luft. Nachdem ſie ſchweigend einige Mi⸗ nuten mit dieſer Beſchäftigung zugebracht hatte, wen⸗ dete ſie ſich plözlich an Capitän Wragge.Sind Sie überraſcht? fragte ſie mit banger Heftigkeit. Finden Sie mich verändert?