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Perrücke und Mantel hinein und drückte unbarm⸗ herzig den Hut oben drauf platt zuſammen. Der Rock, den ſie noch anhatte, war ihr eigener. Frau Wragge hatte ſie ſchon oft in demſelben geſehen; es war alſo nicht nöthig denſelben zurückzuſchicken. Ehe ſie die Schachtel verſchloß, ſchrieb ſie eilig folgende Zeilen auf ein Blatt Papier:„Ich nahm aus Ver⸗ ſehen die inliegenden Sachen mit mir. Nehmen Sie dieſelben mit dem übrigen Gepäck in Ihre Verwah⸗ rung, bis Sie wieder von mir hören.“ Sie legte den Zettel oben auf den Hut, adreſſirte die Schach⸗ tel an Capitän Wragge in Birmingham, ging ſo⸗ dann die Treppe hinab und ſchickte die Wirthstochter damit nach der nächſten Poſt.„Dieſe Schwierigkeit iſt aus dem Weg geräumt,“ dachte ſie, als ſie wie⸗ der in ihr Zimmer zurückging.
Frau Wragge war noch damit beſchäftigt, ihre Packetchen auf ihrem kleinen ſchmalen Bette zu ord⸗ nen. Sie wandte ſich mit einem ſchwachen Schrei um, als Magdalene zu ihr hineinſchaute.„Ich dachte, es wäre wieder der Geiſt,“ ſagte Frau Wragge.„Ich werde es als eine Warnung be⸗ trachten, meine Liebe, was mir vorhin begegnet iſt. Ich habe alle meine Packetchen gerade gelegt, juſt wie es der Capitän gerne ſehen würde. Ich habe meine beiden Schuhe hinten oben. Wenn ich dieſe Nacht meine Augen ſchließe, was wohl nicht der Fall ſein wird, denk' ich, ſo will ich ſo gerade ſchla⸗ fen, als meine Füße es zulaſſen. Und ich will auch nie wieder einen ſolchen Feiertag haben, ſo lang ich lebe. Ich hoffe, es ſoll mir vergeben werden,“ ſagte Frau Wragge, indem ſie traurig ihren Kopf ſchüt⸗
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