Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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gegen dieſen doppelten Unſtern in die Wagſchale zu legen? Den Vortheil, jezt mehr von Noel Vanſtone und Frau Lecount zu wiſſen, als ſie in Monaten erfahren haben würde, wenn ſie nur auf die Nach⸗ forſchungen Anderer hätte bauen müſſen. Eine Un⸗ gewißheit, welche ſie bisher gequält hatte, war alſo ſchon bei Seite geräumt. Der Plan, den ſie gegen Michael Vanſtone ausgebrütet und den Capitän Wragges Spürnaſe bereits theilweiſe durchgeſchnüffelt hatte, als ſie ihm zuerſt die Auflöſung ihrer Theil⸗ haberſchaft angekündigt, dieſer Plan mußte, wie ſie jezt deutlich einſah, verworfen werden, weil er bei Michael Vanſtones Sohn nicht anwendbar war. Die Speculationsſucht des Vaters war der Angelpunkt geweſen, um welchen ſich die ganze Maſchinerie ihrer ausgeſonnenen Verſchwörung gedreht hatte. In dem doppelt ſchmuzigen Character des Sohnes war keine ſo vortheilhafte Handhabe entdeckbar. Herr Noel Vanſtone war gerade an dem Flecke unverwundbar, an welchem ſein Vater eine offene Seite zum An⸗ griff darbot.

Wie ſollte ſie nun nach Erreichung dieſes Schluſſes ihr künftiges Verhalten modeln? Welche neuen Mit⸗ tel konnte ſie ausfindig machen, um troz Frau Le⸗ counts malitiöſer Wachſamkeit und Noel Vanſtones erbärmlichen Mißtrauens heimlich zu ihrem Ziele zu gelangen?

Sie ſaß vor dem Spiegel und kämmte mecha⸗ niſch ihr Haar aus, während ihr Geiſt ſich mit die⸗ ſen wichtigen Erwägungen beſchäftigte. Die Auf⸗ regung des Augenblicks hatte eine fieberiſche Glut⸗ röthe auf ihre Wangen hingeblaſen und den hellen