Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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gewiſſern daß Frau Wragge nicht ſchnellen Ueber⸗ blick genug gehabt hatte, um die Identität des ver⸗ meintlichen Geiſtes mit der alten nordengliſchen Dame in den dramatiſchen Darſtellungen zu erkennen. Nachdem ſie ſich über dieſen Punkt Beruhigung verſchafft, konnte ſie alles Uebrige der natürlichen Unfähigkeit, Eindrücke feſtzuhalten, überlaſſen, voraus⸗ geſezt daß dieſe Eindrücke nicht fortwährend erneut wurden. Dieſe Unfähigkeit, Eindrücke feſtzuhalten, war aber eine der characteriſtiſchen Schwächen des Kopfes ihrer Geſellſchafterin. Sie ſuchte Frau Wragge durch die wiederholte Verſicherung zu trö⸗ ſten, daß nach allen Geſezen und Regeln der Geiſter eine einmalige Erſcheinung gar Nichts auf ſich habe, wenn nicht zwei andere unmittelbar darauf folgten; ſie lenkte geduldig die Aufmerkſamkeit der armen Frau auf die Packetchen, welche dieſe auf der Hausflur und Treppe verloren hatte; ſie verſprach ihr die Verbindungsthüre zwiſchen den zwei Zimmern halb offen zu laſſen, wenn Frau Wragge ihrerſeits ſich verbindlich mache in ihr Zimmer ſich zurückzuziehen und nichts mehr über die erſchreckliche Geiſtererſchei⸗ nung zu ſchwazen. Nach allem dem nahm ſich Mag⸗ dalene freie Zeit und überließ ſich ununterbrochenen Betrachtungen über die Ereigniſſe dieſes denkwür⸗ digen Tages.

Zwei ernſthafte Folgen hatten ihr erſtes Vor⸗ wärtsſchreiten begleitet. Frau Lecount hatte ſie da⸗ bei erwiſcht wie ſie mit ihrer eigenen Stimme ſprach; und dann hatte der Zufall ſie in ihrer Verkleidung mit Frau Wragge zuſammengeführt.

Welchen Vortheil hatte ſie gewonnen, um ihn