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Sie mir ein Gebetbuch!“ rief Frau Wragge, indem ſie den Reſt ihrer Päckchenſammlung vollends auf den Boden fallen ließ, und ſo gleichſam einen Waſſerfall von Waarenartikeln improviſirte.„Ich muß etwas Gutes leſen! Ich muß an mein leztes Ende den⸗ ken! Ich habe einen Geiſt geſehen!“
„Unſinn!“ ſagte Magdalene.„Sie träumen. Das Einkaufen iſt zu viel für Sie geweſen. Gehen Sie in Ihr Zimmer und nehmen Sie Ihren Hut ab.“
„Ich habe von Geiſtern in Nachtkleidern erzählen hören, von Geiſtern in Leilachen, und von Geiſtern in Ketten,“ fuhr Frau Wragge fort, indem ſie wie verſteinert in dem eigenen Zaubercirkel der auf dem Boden zerſtreut umher liegenden Leinwandpacketchen ſtand.„Hier iſt aber ein Geiſt, ſchlimmer als alle andern— ein Geiſt in einem grauen Mantel und in einem Sackhut. Ich weiß was es iſt,“ fuhr Frau Wragge in reumüthige Thränen zerſchmelzend fort.„Es iſt ein Strafgericht für mich, daß ich fern vom Capitän weg ſo glücklich war. Es iſt ein Strafgericht für mich, weil ich mit hinabgetretenen Schuhen in den Läden von halb London geweſen bin, zuerſt mit dem einen Schuh und dann mit dem andern, die ganze Zeit über während ich ausgewe⸗ ſen bin. Ich bin ein ſündhaftes Geſchöpf. Laſſen Sie mich nicht allein gehen, meine Liebe, laſſen Sie mich nicht allein gehen!“ Sie packte Magdalene feſt am Arm und fiel bei der bloßen Idee, allein bleiben zu müſſen, in einen wiederholten Zitter⸗ paroxysmus.
Die einzige Wahl, die ſolchergeſtalten noch übrig blieb, war ſich den Umſtänden zu unterwerfen. Mag⸗


