Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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los. Nur eine Wahl war ihr gelaſſen die Wahl vorwärts zu gehen, und dieſe verzweifelte Wahl traf Magdalene denn auch. Sie ſchob Frau Wragge auf die Seite, ohne ein Wort zu ſagen, rannte in ihr Zimmer, riß Mantel, Hut und Perrücke herunter und warf ſie in den leeren Raum zwiſchen dem Sophabett und der Wand hinunter, wo man ſie nicht ſah.

Für die erſten Paar Minuten beraubte das Er⸗ ſtaunen Frau Wragge der Gewalt über ihre Sprache und ſie blieb auf dem Fleck wo ſie ſtand wie ein⸗ gewurzelt ſtehen. Zwei Stücke ihrer Päckchenſamm⸗ lung fielen von ihren Armen auf die Treppe her⸗ unter. Der Anblick dieſer Cataſtrophe weckte ſie wieder auf.Diebe! ſchrie Frau Wragge, plözlich von einer Idee erfaßt;Diebe!

Magdalene hörte ſie durch die Zimmerthüre, welche ſie nicht Zeit genug gehabt hatte vollſtändig zu ſchließen.Sind Sie es, Frau Wragge? rief ſie hinaus in ihrer eigenen Stimme.Was gibt es? Sie haſchte, während ſie ſprach, ſchnell nach einem Handtuch, tunkte es ins Waſſer und fuhr damit haſtig über den untern Theil ihres Geſichts. Bei dem Ton der vertrauten Stimme drehte ſich Frau Wragge herum, ließ ein drittes Päckchen fallen, ver⸗ gaß in ihrem Erſtaunen dieſen Unfall ganz und ſtieg die zweite Treppenreihe hinauf. Magdalene trat an den Treppenabſaz des erſten Stocks hinaus und hielt das Handtuch über die Stirne, als wenn ſie an Kopfſchmerz litte. Ihre falſchen Augenbrauen erfor⸗ derten Zeit zu ihrer Entfernung und ein Kopfſchmerz, den ſie bei dieſer Gelegenheit vorſchüzte, gab den

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