Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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ſtück herab und ſezte ſich ihrem Herrn gegenüber nieder.

Sie ſind in Aufregung, Herr Noel, ſagte ſie; Sie ſind erhizt. Laſſen Sie mich Ihnen Kühlung zuwedeln. Mit einem Geſicht ſo hart wie je, mit minder Zärtlichkeit in Blick und Benehmen, als die meiſten Frauen zur Schau getragen haben würden, wenn ſie eine halbertrunkene Fliege aus einem Milch⸗ napf gerettet hätten, fächelte ſie ihm fünf Minuten oder mehr ſchweigend und geduldig Luft zu. Keinem geübten Auge, das die eigenthümlich bläuliche Bläſſe ſeiner Geſichtsfarbe und die auffallende Anſtrengung womit er Athem holte beobachtet hätte, würde es entgangen ſein, daß das große Organ des Lebens in dieſem Mann, wie ſchon die Haushälterin erklärt hatte, zu ſchwach für die Ausübung der ihm zuſtehen⸗ den Funktion war. Sein Herz hatte mit ſeiner Ver⸗ richtung ſo ſchwer zu arbeiten, als ob es das Herz eines abgelebten alten Mannes wäre.

Fühlen Sie ſich jezt leichter, Herr? fragte Frau Lecount.Können Sie ein wenig denken? Können Sie Ihre beſſere Urtheilskraft wieder in Bewegung ſezen?

Sie ſtand auf und legte ihre Hand auf ſein Herz, mit ſo mechaniſcher Theilnahme und ſo wenig auf⸗ richtigem Intereſſe, als ob ſie die Schüſſeln beim Mittageſſen angefühlt hätte, um ſich zu vergebiſſern daß ſie gehörig warm gemacht wären.Ja, fuhr ſie fort, indem ſie ſich wieder ſezte und die Bewegung mit dem Fächer von Neuem begann,Sie erholen ſich bereits, Herr Noel. Befragen Sie mich nicht über dieſen anonymen Brief, bis Sie darüber Ihre

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