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Entſchließung in unſerm beklagenswerthen Falle lei⸗ ten könnte. Um Gotteswillen, ſparen Sie keine Koſten und keine Anſtrengung. Ich ſchicke meinen Brief durch einen Exrpreſſen; er muß ſpäteſtens bis morgen 10 Uhr in Ihren Händen ſein. Laſſen Sie mich mit ein Paar Zeilen wiſſen daß Sie augen⸗ blicklich nach beſtem Ermeſſen handeln wollen. Meine einzige Hoffnung Nora beruhigen zu können beſteht darin daß ich ihr ein Wort der Aufmunterung von Ihrer Feder zeige.
„Ihre aufrichtige und zu innigem Dank verpflichtete
Heinrike Garth.“
III.
Magdalene an Nora.
(In obigem Brief eingeſchloſſen.)
„Innigſt geliebte Nora!
„Verſuche ob Du mir verzeihen kannſt. Ich habe mit mir ſelbſt gekämpft bis ich der Anſtrengung un⸗ terlegen bin. Ich bin das elendeſte Geſchöpf auf Gottes Erden. Unſer ruhiges Leben hier macht mich wahnſinnig; ich kann es nicht länger ertragen; ich muß fort. Wenn Du in meine Gedanken ſehen könnteſt, wenn Du wüßteſt wie heftig ich dagegen angekämpft, wie ſchauerlich ſie mich in der einſamen Stille dieſes Hauſes heimgeſucht haben, ſo würdeſt Du mich bemitleiden und mir verzeihen. O meine Geliebte, nimm es nicht übel daß ich Dir mein Herz nicht ſo erſchließe wie ich ſollte: ich wage es nicht.


