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ſah war Magdalene, die noch immer nachſinnend auf dem Stuhle ſaß. Sie war nicht zu Bette gegangen und hatte die ganze Nacht nicht geſchlafen.
„Ich werde ſchlafen wenn wir Rabenſchlucht ver⸗ laſſen haben,“ ſagte ſie.„Es wird mir wohler wer⸗ den wenn Alles vorüber iſt und ich Frank Lebewohl geſagt habe.“ In ihrer Hand hatte ſie das Teſta⸗ ment ihres Vaters und den Brief den ſie an Sie ſchrieb; beides gab ſie, als ſie ausgeſprochen hatte, in meine Hand. Ich ſei die älteſte, ſagte ſie, und dieſe lezten koſtbaren Reliquien müßten in meiner Verwahrung bleiben. Ich wollte ihr eine Theilung derſelben vorſchlagen, aber ſie ſchüttelte den Kopf. Ich habe, antwortete ſie, für mich ſelbſt Alles ab⸗ geſchrieben was er im Teſtament ſagt und Alles was er im Briefe ſagt. So ſprechend zog ſie aus ihrem Buſen ein weißſeidenes Täſchchen das ſie in der Nacht gemacht und worein ſie die Auszüge geſteckt hatte, als wollte ſie dieſelben beſtändig bei ſich behalten. Dieß, fügte ſie hinzu, ſagt mir mit ſeinen eigenen Worten was ſeine lezten Wünſche für uns beide waren, und dieß iſt Alles was ich für die Zukunft brauche.
„Ich verweile hier bei Lappalien und muß mich beinahe über mich ſelbſt wundern daß ich mich nicht ſchäme Sie damit zu behelligen. Aber ſeit ich Ihre vieljährige Verbindung mit meinem Vater und mei⸗ ner Mutter kenne, habe ich Sie als einen alten Freund betrachtet und natürlich auch ſo an Sie ſchreiben gelernt. Ueberdieß liegt mir ſo viel daran Sie auf andere Anſichten über Magdalene zu brin⸗ gen, daß ich nicht umhin kann Ihnen ſelbſt die un⸗


