Teil eines Werkes 
1. Bdchn (1817)
Entstehung
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ewig zu beſchaͤftigen, und die Erholungs⸗ ſtunden fuͤllten Reiten, Fechten, Schwimmen, Ballwerfen, Klettern, Voltigiren, Billard⸗ ſpielen, Kegelſchieben und Tanzen. Ich hatte einen kleinen botaniſchen Garten, den ich ſelbſt bearbeiten mußte, und meine einzige Gemuͤthszerſtreuung war die Muſik. Alle Sonmeage hatten wir ein großes Konzert. Alle Bewohner unſeres Hauſes, bis auf den Kuͤchen⸗ und Stalljungen, waren muſikaliſch. Mein Vater dirigirte ſelbſt ſeine kleine Ka⸗ pelle. Auf Muſikalien, Buͤcher und Zeich⸗ nungen verwendete er jaͤhrlich Tauſende, und ich, ich ſollte ihm all die großen Summen, die ich ihm gekoſtet hatte, nun lohnen. Ich war nun 20 Jahre alt und mein Vater hatte mir nie ein boͤſes Wort geſagt. Es hatte ihm Freude gemacht, ſeine Plaͤne ſo an mir gelingen zu ſehen. Mein kloͤſterliches Leben

hatte mir gefallen, weil ich kein beſſeres

kannte. Die zarte Liebe, mit der mein Va⸗

ter mich umfaßte, hatte mir wohlgethan.

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