Teil eines Werkes 
Entstehung
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werden bald voruͤber ſein, und ſie nahm bei dieſen Worten eine große Priſe aus ihrer Doſe.

FJa! ſo iſt der Welt Brauch. Mit welcher bewundernswerthen Leichtigkeit weiß man den Schmerz zu beſeitigen! Ein Freund, ein Bruder, ein Ehemann, ja, ſelbſt ein Sohn ſtirbt ſie danken Gott dafuͤr, daß ſeine Leiden voruͤber ſind! In einer Beziehung haben ſie Recht. Sie genießen ih⸗ ren eigenen kurzen Sommer, wie ſie am Beſten kon⸗ nen, und verlangen von der Wolke nicht, daß ſie ränger am Himmel verweile, als nothig iſt, um den Boden zu erfriſchen und die Blumen gedeihen zu laſ⸗ ſen. Ja, dieſes iſt eine engbruͤſtige Anſicht uͤber den Zweck des Todes. Ein erhabener Genius verſchwin⸗ det, ein warmfuͤhlendes Herz hort auf zu ſchla⸗ gen, und wir denken bloß(wenn wir uns ſelbſt tro⸗ ſten) daran, daß das Individuum von ſeinem Schmer⸗ zenslager befreit iſt. Sollten wir aber nicht an den Verluſt denken, den die Welt den das menſch⸗ liche Geſchlecht erleidet? Ich glaube doch. Wie viele Gedanken, welche Ueberzeugung haͤtten predigen konnen auf der ganzen Erde, werden durch den fruͤh⸗ zeitigen Tod eines Weſens fuͤr immer vernichtet! Welche Dienſte hätte die hohe moraliſche Reinheit, das tiefe Wiſſen, der feurige Geiſt Ls der Erde

noch leiſten konnen! Aber daran denken wir nie!Der arme Herr ſagte die Wärterin

ſeine Leiden werden bald uͤberſtanden ſein! und