Teil eines Werkes 
Entstehung
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träge in Beziehung auf ſein Begräbniß, und auf mehrere andere, in ſeinem Teſtamente nicht erwaͤhnte Angelegenheiten. War auch der umgang mit Men⸗ ſchen ihm gleichgültiger geworden, ſo war er doch nicht undankbar gegen ihre Zuneigung gewordenz der geringſte Beweis von Herzensgüte that ihm ſehr wohl, und er wollte bei ſeinem Tode zeigen, daß er keinen derſelben vergeſſen habe. Ich habe bemerkt, daß je mehr wir von der Welt entfernt leben, deſto mehr kleine Gefälligkeiten, die in dem Treiben der Geſellſchaft ſelbſt unberuͤckſichtigt bleiben wuͤrden, von uns geſchätzt werden dieſelbe ueberſchatzung aber findet allerdings dann auch in Beziehung auf unbedeutende Verletzungen Statt. Das Herz gelängt nie zu der Unabhaͤngigkeit des Geiſtes.

Vor dem Fenſter, welches nach dem Garten ging, ſchwankten die Spitzen der Bäume hin und her, und der Himmel war vollkommen wolkenlos, und mit Sternen beſäet.Ich werde ſehr mude, ſagte machen Sie den Vorhang des Bettes zu. Ich that es, und ſchlich mich leiſe in das benach⸗ barte Zimmer, wo die Waͤrterin ſſernh in ei⸗ nem Armſeſſel am Kamin ſaß.

Schläft er? fragte ſie, und ſtand auf, als ich mich näherte.

Er wird bald einſchlafen, ſagte ich,er ſcheint muͤde zu ſein.

Der arme Herr! entgegnete ſie,ſeine Leiden