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wenn wir nicht begreifen koͤnnen,„wie der Geiſt in den Koͤrper tritt oder ihn verlaͤßt, noch das Geheim⸗ niß der Harmonie der Lyra“(ein ſchoͤnes Gleichniß im Phaedon) kennen;— ſo konnen wir doch immer bei den Ruhepunkten verweilen, die wir gewonnen haben, und unſere Unwiſſenheit braucht nicht in al⸗ len Faͤllen ſich zum Richter aufzuwerfen, bloß des⸗ halb, weil ſie nicht Zeuge ſein kann.— Ueberzeugt, daß, wenn der Glaube ſeine Raͤthſel hat, der Un⸗ glaube doch noch finſterer iſt, lernen wir die Philo⸗ ſophie der Hoffnung, und wenn der Geiſt, erſchrok⸗ ken und verwirrt durch den öden Raum, der ihn um⸗ giebt, zuruͤckſinkt, ſo duͤrfen wir darauf bauen, daß Er, der ihm ſeine Fluͤgel verlieh, ſpaͤter ſeine Kraft ſtärken, ihn auf den richtigen Weg leiten, und ihn befaͤhigen wird, den Glanz zu ertragen, der jetzt noch ſeinen Blick verblendet. Sind wir einmal von dem Daſein Goites uͤberzeugt, ſo uͤberwinden wir die Ver⸗ zweiflung!— Wir moͤgen wohl noch unſere Zweifel und Wuͤnſche hegen— unſere Sorgen und Muͤhſe⸗ ligkeiten haben— aber es genuͤgt uns, zu wiſſen, daß es unſere Beſtimmung iſt, ſie zu uͤberleben. Und wenn wir ermuͤdet ſind von unſeren eitlen Wande⸗ 3 rungen, ſo erinnern wir uns, daß der Gedanke zu Gott ſelbſt ſich fluͤchten kann— und daß wir an dem Buſen eines Vaters Beruhigung ſchoͤpfen duͤrfen!“— unter Geſprachen dieſer Art wurde der Tag be⸗


