Teil eines Werkes 
Entstehung
Einzelbild herunterladen

297

hat. Deren Feinde ſelbſt haben, trotz dem, daß ſie mit den Principien derſelben nicht uͤbereinſtimmten, ihre wichtigſten Schlußfolgen beſtätigt. Die Unſterb⸗ lichkeit des Geiſtes wurde zu einer ernſten und be⸗ ſtimmten Lehre, welche die Schuͤler nicht nach Ge⸗ fallen umgehen konnten. Die Aufmerkſamkeit wurde fuͤr die Gruͤnde dafuͤr und dagegen entſchieden in An⸗ ſpruch genommen. Und aus vielfachen Streitigkei⸗ ten ſind die Principien entwickelt worden, die die⸗ ſem Glauben zur Grundlage dienen. Als Chriſtus ſagte: Ich bin das Licht der Welt! ſprach er eine ſeiner erhabenſten Prophezeihungen aus. Sein Glaube hat unendlich viel Wahrheiten hervorgeru⸗ fen; nicht allein die Reformer, welche, indem ſie die Religion unterſuchten, die Freiheit begruͤndeten, ſondern auch die Philoſophen, welche durch die Er⸗ weiterung des Reiches der Zweifel auch das der Ge⸗ danken vergroͤßerten ſie entdeckten Laͤnder, welche wir ſeitdem bekehrt haben ſie drangen in die dun⸗ klen Regionen der Ungewißheit, welche ſeitdem mit Wahrheiten bevolkert worden ſind; und der Finſter⸗ niß haben wir unſre Fuͤhrer zu verdanken, ſo wie die Nacht uns die Sterne ſichtbar macht. Der Glaube hat die Philoſophie, ſtatt ſie zu unterdruͤcken, nur noch ſtrenger und forſchender gemacht. Wenn uns noch Raͤthſel beunruhigen, die unſere Vernunft nicht aufzuloͤſen vermag wenn der urſprung des Uebels uns noch betruͤbt und in ein Labyrinth fuͤhrt