Teil eines Werkes 
Entstehung
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det, das Leben? Der Geiſt. Der Geiſt fuͤhrt da⸗ her das Leben in Das ein, was er bewohnt. Was iſt das Entgegengeſetzte des Lebens? Der Tod. Der Geiſt kann aber nicht das Entgegengeſetzte von Dem aufnehmen, was er eingefuͤhrt hat er kann des⸗ halb den Tod nicht aufnehmen. Wie nennen wir aber Das, was den Tod nicht aufnimmt? un⸗ ſterblich. Dieſes iſt einer von den verſtändlich⸗ ſten Beweisgruͤnden des weiſeſten aller Heiden. Koͤn⸗ nen wir uns noch wundern, wenn wir horen, daß Sokrates und Plato in Athen nur Wenige zu dem Glauben an die unſterblichkeit des Geiſtes bekehren konnten? Geht man auf deren Beweisfolgen ein, ſo hat die Fliege am Fenſter, die Spinne, welche auf ſie lauert ja, ſelbſt der Baum, ſo wie wir, das Princip, welches das Leben einfuͤhrt, und koͤn⸗ nen nicht das Entgegengeſetzte von Dem aufnehmen, was es einfuͤhrt ihr Geiſt iſt deshalb eben ſo un⸗ ſterblich als der unſrige.

Aber noch ein groͤßerer Einwurf beſteht darin, daß die Frage verwickelt wird, wenn Sokrates be⸗ hauptet, Das, welches das Leben einfuͤhre, ſei der Geiſt. Hier liegt gerade der Scheidepunkt zwiſchen dem Materialiſten und uns. Was kann verwirren⸗ der ſein, als die noch ſubtileren unterſcheidungen uͤber Harmonie, undGleichheit und uber die Präexi⸗ ſtenz des Geiſtes über welche letztere jedoch die Beweiſe des Weiſen uͤberzeugender ſind, als uͤber die