Teil eines Werkes 
Entstehung
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tenmale umarmt hat, er ſich mitten unter ſeine Freunde ſetzt,und ſprach jetzt nicht mehr viel, und die Sonne war ihrem Untergang nahe*)3 der wei⸗ nende Gefangenwärter, der von ihm Abſchied nimmt; die Bitte des Sokrates, das Gift zu bringen, die Antwort Krito's:nein, die Sonne verweilt noch auf den Bergen, der unbeſiegbare Blick des Sokra⸗ tes in das Antlitz ſeines Henkers(ſo unuͤberſetzbar ausgedrüͤckt in dem Wort ravoyoo), als er das furchtbare Getraͤnk zu ſich nahm; der plotzliche Ausbruch des Schmerzes ſeiner Schuͤler, uͤber den ſie jedoch durch einige Worte des Sterbenden errd⸗ then muͤſſen; das umhergehen in der engen Zelle, um die Wirkung des Giftes zu beſchleunigen; die Worte in der Beſchreibung:und da er fuͤhlte, daß ihm die Glieder ſchwer wurden, legte er ſich

*)Und ſchon verſchwand der Sonne letzter Strahl Noch nicht noch nicht o ſcheine noch ein⸗ mal

Es iſt Schade, daß Byron durch ein ungluͤckliches Beiwort in den folgenden Zeilen den Eindruck ſeiner ſchoͤnen Beſchreibung ſtoͤrt. Es iſt nämlich die Rede von Thränen der Verzweiflung. In den Thränen, welche die Schuͤler des Sokrates um ihn weinten, war jedoch keine Verzweiflung.Die Trauer war, wie Plato ſagt,nicht ganz unangenehm. Der Tod eines durchaus vortrefflichen Mannes läßt keine Verzweif⸗ lung zu.

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