Teil eines Werkes 
Entstehung
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ſeitigt wurden, die erhabenen Gegenſtände des Ge⸗ ſpraͤchs eingeleitet werden, iſt beſonders einfach und natuͤrlich. Wir ſehen den Sokratesaufrecht ſitzend auf ſeinem Bett, froͤhlich uͤber ſeine Befreiung von den Feſſeln moraliſiren bis er von einem Gedan⸗ ken zum andern zu ſeiner beruͤhmten Entwickelung der urſachen gelangt, weshalbein tiefes Studium der Philoſophie entſchloſſen machen muͤſſe zum Tode. Die kleinen gelegentlichen Zuͤge, mit denen Plato hier und da den Dialog durchwebt, machen ihn beſonders lebendig; und die Eigenthuͤmlichkeit des Sokrates, in jener Miſchung leichter Froͤhlichkeit und erhabener Gedankenfuͤlle, welche ſeine Zuhoͤrer in dem Zuſtande zwiſchen Lachen und Weinen erhält die freund⸗ liche Geduld, mit der er gewohnt iſt, Erwiederun⸗ gen aufzunehmen, und die Kunſt, mit der er den Fragenden ſich ſelbſt antworten zu laſſen weiß, ma⸗ chen den Charakter zu einem ſo deutlich und beſtimmt gezeichneten, als irgend einen in Shakespeare's Stuͤk⸗ ken. Die gänzliche Abweſenheit irgend eines rheto⸗ riſchen Verſuchs, eine unwuͤrdige Leidenſchaft aufzu⸗ regen, die natuͤrliche Einfachheit, mit der das ganze Trauerſpiel entwickelt wird von der Zeit an, da er auf das Glied zeigend, welches die Feſſeln zerquetſcht hatten, ihnen laͤchelnd erzaͤhlt, wie der Schmerz durch angenehme Empfindungen uͤberwogen worden ſei bis zu dem Schluß, als er aus dem Bade zuruͤck⸗ gekehrt iſt, und nachdem er ſeine Kinder zum letz⸗