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Entstehung
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ſeine Höhle blieben fuͤr alle Zeiten das Bild und Gleichniß fuͤr den Philoſophen und ſein Leben.

L. Nur wenige Menſchen, theurer Freund, den⸗ ken an alle die erhabenen und gottlichen Hoffnungen, auf welche der Glaube an die unſterblichkeit uns hin⸗ weiſet. Eine der reinſten derſelben iſt die auf einen

vollkommener gebildeten Geiſt auf den großen Vor⸗ zug des Umgangs mit Allen, die vor uns gelebt ha⸗

ben, auf die Erforſchung vergangener Zeiten, und ihrer finſtern Weisheit. Wie Vieles erſtirbt in eines jeden Menſchen Herzen, ohne einen Anklang zu fin⸗ den! Wie Weniges von dem, was der Weiſe weiß, theilt er der Welt mit! Wie viele Sai⸗ ten auf der Lyra in den Herzen der Dichter haben noch keine Toͤne hören laſſen! Es iſt vielleicht eines der Privilegien unſerer unſterblichkeit, dieſen unermeßlichen Schatz von Weisheit und Harmonie, der fuͤr die Welt noch nicht erhoben wurde, kennen

zu lernen. Die Welt kennt oft den beſten Theil ei⸗

nes Genius nicht Plato verbirgt Vieles von ſei⸗ nem tiefen Wiſſen in ſeiner Höhle und dieſes, das hohe Unbekannte, iſt unſer Erbtheil.Sie ſe⸗ hen fuhr L fort,wie leicht es iſt, mit dieſen Gedanken den Tod zu verſchoͤnern und zu zieren! Mit wie vielen Kraͤnzen konnen wir das Grab behän⸗ gen! Ja, wir koͤnnen ſogar, wenn wir bei Zei⸗ ten anfangen, den Anblick des Grabes zu einer hoͤchſt verfuͤhreriſchen Viſion machen wir entkleiden es