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verachten— iſt er nicht empfindlich gegen jenen, ſo wird dieſes ihm keinen Genuß gewähren; und ſo wird die Jagd nach Ruhm uns eine muͤhſelige Arbeit ſein, die ſich nicht belohnt, und zwar die Rachtheile eines ruhmloſen Daſeins, aber nicht deſſen Vortheile ge⸗ waͤhren.“
A. Aber beruͤckſichtigen Sie die Belohnung, welche unſer eigenes Herz uns gewaͤhrt, und die uns nichts zu rauben vermag— unſer ſtolzes Selbſtge⸗ fuͤhl, und, wenn Sie wollen, unſre Berufung auf die Gerechtigkeit der Nachwelt.
L. Aber unſer Selbſtgefuͤhl— unfre Selbſtzu⸗ friedenheit kann eben ſo wohl, vielleicht ſelbſt noch ſicherer in einem ſtillen, ruhigen Lebenswandel, als durch des Ruhmes Erfolge erreicht werden; und was die Nachwelt betrifft, welcher philoſophiſche, welcher gemäßigte, weiſe Mann kann wirklich einen Genuß in der Gegenwart darin finden, daß er der Lobes⸗ erhebungen, die er nie hoͤren kann, ſich im Voraus erfreut?— Nein, man ſage, was man wolle, der Ehrgeiz iſt eine Thorheit; er heilt nie die Wun⸗ den, welche er dem Herzen ſchlug— er raubt dem Leben ſeine friſche Farbe, er ertodtet deſſen geſellige Genuͤſſe— er macht unſern Geiſt unempfänglich fur die Vortheile unſrer Jugend, und wir werden alt, ohne daß wir unſrer ſchoͤnſten Jahre uns erfreut ha⸗ ben. Wenn uns dieſe Leidenſchaft beherrſcht, ſo hat, wir koͤnnen es nicht laͤugnen, Alles, was ſonſt unſer


