Teil eines Werkes 
Entstehung
Einzelbild herunterladen

iden

dem lter chte hla⸗

ſe⸗

alte nen das ihn nen nde lei⸗ ind iel ſer ur⸗ as rz⸗

t. ur on uf n en

279

Ringers ſprechen. Die geiſtigen und die phyſiſchen Kraͤfte ſind in uns zu enge verbunden, als daß wir noch ſicher auf die eine derſelben rechnen koͤnnten, wenn die andere uns verlaͤßt. Ich bin wenigſtens gluͤcklich, daß die Ausdauer, wenn auch nicht die Elaſticität meines Geiſtes, mir in meinen letzten Ta⸗ gen bleibt! Ich durchſah heute Morgen einige Pa⸗ piere, die mit meinen fruͤheren Viſionen, dem erſten Streben nach Ruhm, und der Sehnſucht nach irdi⸗ ſcher unſterblichkeit gefullt waren. Ich bin zufrie⸗ den, daß mir nicht Zeit gewährt iſt, dieſen Trugbil⸗ dern mein Gluͤck zu opfern. Das Herz eines Man⸗ nes muß ſehr frivol ſein, wenn der Beſitz des Ruhms die Arbeit, ihn zu erlangen, belohnen ſoll. Der Werth des Ruhmes wird dadurch verringert, daß er nicht fuͤhlbar und gegenwaͤrtig iſt,— wir fuͤhlen, wir ſe⸗ hen, wir hoͤren ihn nicht. Man lobt uns hinter un⸗ ſerm Ruͤcken, aber wir horen es nicht; wenige loben uns in unſrer Gegenwart, aber wer waͤre nicht miß⸗ trauiſch gegen ſolches Lob?— Was beſtändig auf unſerer Jagd nach Ruhm uns erſcheint, iſt der Ta⸗ del, nicht das Lob— der Neid, nicht die Achtung⸗ Wir ſuchen den Verehrer, und wir finden den Ver⸗ folger.“

—„Ja,“ erwiederte ich,„aber der große Mann lernt bald ungerechte Anfeindungen verachten.“—

—„In dem Verhältniß, als er den Tadel ver⸗ achtet“— entgegnete 2—,„wird er auch das Lob