„ſo vird ein, ines
ge⸗
ng, uns tge⸗ auf
izu⸗ och als was cher nuß bes⸗ aus der un⸗ dem lige fuͤr alt, ha⸗ at, ſer
————
281
Herz entzuckt, einen oͤden, erdruͤckenden Charak⸗ ter, und, was noch ſchlimmer iſt, je mehr wir uns beſtreben, einen hoͤhern Flug zu nehmen, deſto em⸗ pfindlicher wird unſte Enttäuſchung.— Wahre Phi⸗ loſophen haben daher weiſe gehandelt, wenn ſie uns den Rath gaben, mehr unſre Vernunft, als unſre Gefuͤhle auszubilden, denn die Vernunft verſoͤhnt uns mit den gewohnlichen Gegenſtaͤnden des Lebens, unſre Gefuͤhle dagegen erregen in uns die Sehnſucht nach dem Entfernten, dem Schaurigen, dem Un⸗ ſichtbaren, „Daß das Gewoͤhnliche umkleidet wird
„Mit goldnem Aushauch aus des Morgens
Strahl.“—
Doch der goldne Aushauch verſchwindet, je mehr der Mittag ſich nähert;— unſre Phantaſien ſind das Opium unſers Lebens, die Begeiſterung und die Viſion— dann aber die Abſpannung und die Er⸗ ſchlaffung.— Welcher ſonderbare unſtern iſt es aber doch, wenn wir es genauer unterſuchen, daß es thoͤricht wird, unſern herrlichſten Gefuͤhlen Nahrung zu gewähren!— Wir tragen in uns die Saat der Groͤßes laſſen wir ſie jedoch emporwachſen, ſo uber⸗ ſchatten ſie unſern Verſtand und unſer Gluͤck! Be⸗ merken Sie die Irrthuͤmer der Menſchen; auf welche geheimnißvolle Weiſe ſind ſie ſtets aus dem Wunſch entſtanden, groͤßer zu ſein, als wir ſind. Wie der Banyanenbaum ſich nur in die Luft erhebt, um wie⸗


