31
Man hat die Frage aufgeſtellt, ob dieſelbe Welt⸗ en kunde, welche wir in einem Schriftſteller bewundern, m ihn, wenn der Zufall ihn vorgeſchoben haͤtte, on eben ſo gluͤcklich im Geſchaftsleben gemacht haben ur wuͤrde. Eine nothwendige Folge iſt es gewiß nicht. ter Swift war der verſtaͤndigſte Schriftſteller ſeiner Zeit cht und— im egoiſtiſchen Sinne des Wortes— dem ein⸗ len zigen, in dem er es betrachtete— einer der unver⸗ ren ſtaͤndigſten Politiker. Welche Weltkenntniß liegt in at.„Don Juan“ und in Byron's„Correſpondenz“, und ine welcher ſcheinbare Mangel an dieſer Kenntniß in in der Empfindlichkeit des großen Dichters gegen An⸗ ba⸗ griffe auf der einen Seite, und auf der andern in nd dem ausgelaſſenen Spiele mit ſeinem Charakter! an Wie erklaͤrt ſich dieſer unterſchied zwiſchen dem Men⸗
und ſchen und dem Schriftſteller? Dadurch, daß in dem bre⸗ Schriftſteller die perſonlichen Gebrechen durch das Genie vel⸗ verſteckt oder ausgeſchmuͤckt werden. Nicht ſo in dem 6 uld Menſchen: Unmuth, Spleen, krankhafte Reizbarkeit ihte verderben uns unaufhoͤrlich unſre Entwuͤrfe fuͤr das Le⸗ ind, ben, gehen aber oft unſern Entwuͤrfen auf dem Papier als ein eigenes Intereſſe. Wenn Byron mit der Welt uͤh⸗ zankt, wie Childe Harold, ſo zeigt er ſein Ge⸗ ſen, nie: zankt er aber mit der Welt in ſeiner eigenen tere Perſon, ſo verraͤth er ſeine Thorheit! um Weis⸗ ant⸗ heit in einem Buche zu offenbaren, brauchen wir nur erb⸗ die theoretiſche Weisheit zu beſitzen, aber im Leben
bedarf man nicht allein der theoretiſchen Weisheit,


