Teil eines Werkes 
Entstehung
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22 ſehr herbei. Sie brauchen mich nicht wegen meiner Neigung fuͤr ihn aufzuziehen; ich liebe ihn nicht, aber es macht mir Vergnuͤgen, uͤber ſeine Huldigun⸗ gen gebieten zu koͤnnen; mit Einem Wort, es ſchmei⸗

chelt meiner Eitelkeit, daß ich einen der ausgezeich⸗ ſ netſten Männer von Peking an mich gefeſſelt habe. Aber lieben ach! das iſt etwas ganz An⸗ 6 deres! 6 Fi⸗Ho⸗Ti gingen jetzt die Augen auf. Er er⸗ f innerte ſich an tauſend kleine Beiſpicke, welche zur Genuge bewieſen, daß ſich Yang⸗y⸗ſe nur in ſeinen Ruhm verliebt habe.

Er erkannte endlich den ſchweren Fluch der Aus⸗ zeichnung. Wer beruͤhmt iſt, kann nie mehr um ſeiner ſelbſt willen geliebt werden! So wie er nicht wegen ſeiner Fehler, ſondern wegen ſeines Erfolges gehaßt wird, ſo wird er auch nicht wegen ſeiner Ta⸗ lente, ſondern wegen deren Ruf geliebt. Ein Mann von Ruf iſt wie ein Thurm, deſſen Höhe man nach der Länge ſeines Schattens mißt. Der empfindliche und hochherzige Fi⸗Ho⸗Ti uͤberließ ſich einer düͤſtern Niedergeſchlagenheit. Verkannt, verläumdet und ver⸗ läſtert, voll des Gefuͤhls, daß ihn Niemand außer aus Eitelkeit liebe, und daß er allein in der Welt unter ſeinen Feinden ſtehe, wurde er eine Beute des Menſchenhaſſes und von ewigem Argwohn zernagt. Er mißtraute dem Lächeln Anderer. Die Geſichter der Menſchen erſchienen ihm wie Masken: er ſah