Teil eines Werkes 
Entstehung
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jedoch noch leichtgläubig genug, einer andern, eben ſo trugeriſchen Schimäre nachzugehen. Er ſagte ſich:Es war eitel und armſelig von mir, daß ich zu glanzen begehrte. Ich will mein Herz zu einem edleren Ehrgeize erheben und nur Andere zu beleh⸗ ren ſtreben.

Voll von dieſem erhabnen Gedanken, verfolgte Fi⸗Ho⸗Li jetzt eine ernſtere, grundlichere Gedanken⸗ richtung, und wurde ſtreng gewiſſenhaft in der Ab⸗ faſſung ſeiner Werke. Er wollte nicht mehr glaͤn⸗ zend ſchreiben, ſondern das Wahre entdecken. Er ſtrich ohne Erbarmen die lebhafteſten Bilder, die ſchimmerndſten Aphorismen, wenn ihm nur ein Zweifel an ihrem moraliſchen Nutzen aufſtieß. Er verbrachte damit noch zwei Jahre des kurzen Ju⸗ gend⸗Sommers und uͤbergab der Welt die Fruͤchte ſeines Studiums in einem Werke der ſorgfältigſten Forſchung, das einzig zum Zweck hatte, ſeine Lands⸗ leute aufzuklären.Das wenigſtens, kann man doch nicht ſchmaͤhen, dachte er, als er die letzte Zeile beendigt hatte. Ach! wie ſehr irrte er ſich.

In andern Ländern iſt das Publikum ohne Zwei⸗ fel dem Schriftſteller nicht wenig dankbar, der deſ⸗ ſen Vorurtheile verbeſſert, und deſſen Schwaͤchen be⸗ kämpft; aber wer in China nur Einen orthodoxen Jrrthum angreift, dem Volke beweiſt, daß man es erheben und bilden wolle, der kann auch fuͤr ſeine Lebenszeit von Gluͤck und Ruhe Abſchied nehmen.

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