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nach Weisheit; ſo will ich mich um die Freundſchaft der Weiſen bemuͤhen.“
Dies war eine große Idee von Fi⸗Ho⸗Ti. Er umgab ſich mit den Schriftſtellern, witzigen Koͤpfen und weiſen Leuten von Peking. Sie aßen an ſeinem Tiſche, ließen ihn ihre Manuſcripte leſen— und eine ſchlechte Handſchrift iſt kein Spaß in China!— und ſchmähten jede Woche anonym in den Pekinger Jour⸗ nalen, denn China iſt vielleicht der einzige deſpoti⸗ ſche Staat in der Welt, wo die Preſſe ganz frei iſt. Das Herz Fi⸗Ho⸗Ti's erkannte, ſo ſehr es ſich nach Freundſchaft ſehnte, die Unmoͤglichkeit, unter den Literaten Chinas einen einzigen Freund zu fin⸗ den; ſie waren alle zu voll von ſich, als daß ſie an Neigung fuͤr einen Andern denken konnten. Sie hatten kein Wort, keinen Gedanken, kein Gefuͤhl, außer was Liebe fuͤr ihre eignen Buͤcher und Haß gegen die Werke ihrer Zeitgenoſſen ausſprach.
Eines Tages hatte Fi⸗Ho⸗Ti das Ungluͤck, ein Bein zu brechen. Ein Literat, der zu ſeinen ver⸗ trauteſten Bekannten gehoͤrte, fand ihn auf ſeinem Lager, als eben die Operation des Einrichtens über⸗ ſtanden war, welche ein Franzoͤſiſcher Wundarzt aus Gefälligkeit vorgenommen hatte.
„Ach,“ ſagte der Schriftſteller,„wie traurig, wie ungluͤcklich!“
„Sie ſind ſehr guͤtig,“ antwortete Fi⸗Ho⸗Ti, den die ſichtliche Bewegung ſeines Gaſtes ruͤhrte


