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obgleich ſich der Durſt nach Vergnuͤgen abgekuͤhlt hatte, ſo hegte er doch noch die geſelligen Wuͤnſche der Freundſchaft. Er ſammelte von Neuem die Ge⸗ fährten ſeiner Jugend um ſich; er dachte, daß ſie doch wenigſtens ſich freuen wuͤrden, daß ihr Freund ihrer Zuneigung nicht unwuͤrdig ſei. Er empfing ſie mit offnen Armen; ſie erwiederten ſeinen Gruß nur mit Schuͤchternheit und ſchlecht affektirter Theil⸗ nahmez ihre Unterhaltung floß nicht mehr unge⸗ zwungenz ſie furchteten, ſich vor einem ſo gelehrten Manne eine Bloͤße zu geben; ſie fuͤhlten, daß ſie nicht mehr auf gleicher Stufe ſtänden, und weigerten ſich doch, ihn als etwas Hoͤheres anzuerkennen. Fi⸗Ho⸗Ti bemerkte mit unſäglichem Schmerze, daß ſich eine Scheidewand zwiſchen ihm und den Gefähr⸗ ten vergangener Jahre aufgethuͤrmt habe; ihr Trei⸗ ben, ihre Empfindungen waren nicht mehr dieſelben. Sie waren nicht ſtolz auf ſeine Erfolge, ſondern ei⸗ ferſuͤchtig; die Freunde ſeiner Jugend wurden die Richter ſeines reiferen Alters.
„Auch das iſt ein ungluͤck,“ dachte Fi⸗Ho⸗Ti, als er ſich des Nachts auf ſein Lager warf.— Möͤglich— aber es war die Wirkung des Rufes.
„Aber,“ dachte der Gelehrte,„habe ich keine alte Freunde mehr, ſo kann ich mir neue erwerben. Die Männer, welche denſelben Beſtrebungen obliegen, muͤſſen auch dieſelben Neigungen haben. Ich trachte


