geſchloſſen, ſo ſind die an dem andern deſſelben un⸗ fähig. Die Nebel lagern ſich dumpf und dick an— dem Fuße des Berges, aber die Luft in der Hoͤhe wird zuletzt zu fein zum Einathmen.
Die Armen leiden nicht weniger an ueberſätti⸗ gung, als die Reichen— an der Ueberſaͤttigung der Arbeit und an der Ueberzeugung von deren Hoff⸗ nungsloſigkeit.—„Denken Sie ſich“— ſo ſchrieb einſt ein Handwerker an mich—„einen Mann, der es fuͤhlt, daß er fur etwas Beſſeres geboren wurde, als zu arbeiten und zu ſterben, den der Fluch einer unausloͤſchlichen Sehnſucht nach Kennt⸗ niſſen begleitet, waͤhrend er verurtheilt iſt, ſein Le⸗ ben von Jahr zu Jahr in Sklavenarbeit zuzubrin⸗ gen, um der Nothwendigkeit dieſer Stlavenarbeit ſich zu entheben, und Zeit fur die Vervollkommnung ſeines Geiſtes und Herzens zu gewinnen— denken Sie ſich einen ſolchen Mann, mit dieſem Drange und Streben, deſſen Anſtrengungen aber alle ver⸗ geblich ſind, indem er ſich uͤberzeugt, daß das Aeu⸗ ßerſte, was er thun kann, iſt, fuͤr den Tag zu ſorgen, und ſo von einem Tage zum andern ſich durchzukämpfen. Mit welchem Erfolg kann er die Nacht fuͤr ſeine geiſtige Ausbildung benutzen? Kaum giebt er ſich einen Augenblick den Wundern der Kenntniſſe hin, die zum erſtenmale ſich ihm darbie⸗ ten, als die Stimme ſeiner Kinder ihn ſtoͤrt, und ihn erinnert an die irdiſchen Sorgen,— an die


