Das Schuldgefangenen-Geſetz⸗
Dae unmittelbare Intereſſe, welches unſere Geſetz⸗ gebung mit dem beſtehenden Schuldgefangenen⸗Ge⸗ ſetz und deſſen wahrſcheinlicher Reform verknuͤpft, veranlaßt mich, die folgende Geſchichte mitzutheilen.
Es lebte einmal zu Hamburg ein Kaufmann, Namens Meyer— es war ein guter, kleiner Mann, mildthaͤtig gegen die Armen, gaſtfrei gegen ſeine Freunde, und ſo reich, daß er allgemein, trotz ſei⸗ nes guten Herzens, geachtet wurde. Zu dem Theil ſeines Eigenthums, der in Anderer Haͤnden ſich be⸗ fand, und den man„Schulden“ nennt, gehoͤrte auch die Summe von 500 Pfund Sterling, die er dem Capitain eines engliſchen Schiffes geliehen hatte. Die Schuld war ſchon ſo alt, daß der wuͤrdige Meyer auf eine anderweitige Unterbringung dieſes Capitals bedacht zu werden anfing. Er beſchloß da⸗
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