Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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ſes Entronnenen vergleichen*). Die Befreiung vom

Schmerz iſt die hoͤchſte Wonne. Mit welcher Dank⸗

barkeit begruͤßen wir die Geneſung das erſte Ent⸗ knospen des neuen Frühlings, den wir wieder erle⸗ ben! Wenn aber auch unſere Krankheit jene ge⸗ ſegnete Wiedergeburt nicht geſtattet, ſo hat ſie doch ihre Erleichterungen und weniger qualvollen Augen⸗ blicke Augenblicke, in denen der Geiſt ſich zum Himmel erhebt, wie die Lerche, ſingend und jubelnd ihre Flugel badend in der reineren Luft. Wir kön⸗

nen uns daher eines ruhigen Zuſtandes, und doch

dabei jener Entzuͤckungen erfreuen, welche die Ein⸗ foͤrmigkeit manches mehr beneideten Lebens weit uͤber⸗ wiegen. Ich glaube jedoch, daß die größte Entſchä⸗ digung, welche die Kraͤnklichkeit des Koͤrpers, wenn wir ſie moraliſch richtig auffaſſen, darbietet, darin beſteht, daß der Geiſt, der Betrachtung anheim ge⸗ geben, dem Hoheren und Unſterblichen ſich mehr zu⸗ wendet, als dem Sinnlichen und Irdiſchen. So wie die Aſtronomie zuerſt unter den chaldäiſchen Schaͤ⸗ fern ausgebildet wurde, die auf jenen weiten und ebenern Flaͤchen ihre Aufmerkſamkeit ungetheilt den Geſtirnen zuwenden konnten; ſo richten wir auch in den Stunden der Krankheit, in denen irdiſche Angelegenheiten uns weniger in Anſpruch nehmen, unſere Gedanken und Betrachtungen, zu denen uns

*) Hes. Scut. Herc. 42.