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der Abwechſelung in dem Marmor eines alten Ka⸗ mins fand, deſſen unregelmäßig laufende Adern ſich ihm zu ſeltſamen, mehr oder weniger deutlichen Bildern von Menſchen, Thieren, Bäumen u. ſ. w. bildeten. Er erzählte ſpaäter, daß er jeden Morgen mit einem neuen Gegenſtand vor ſeinen Augen er⸗ wacht ſei, und daß ſeine Einbildungskraft immer gleich in das neue Reich ſeiner Entdeckungen ſich gefunden habe. Dieſes Beiſpiel jener eigenthuͤm⸗ lichen Fähigkeit des Geiſtes, aus dem kleinſten Wirkungskreis, in den er beſchraͤnkt wird, ſich ein Intereſſe zu bilden, mag ſonderbar erſcheinen,— iſt aber keinesweges uͤbertrieben. Wie Viele von uns haben Stunden lang mit halb geſchloſſenen Augen die Flammen des beweglichen Feuers ver⸗ folgt— ja, ſogar die Blumen auf den Vorhaͤngen des Krankenbettes gezählt und in dieſer Beſchäfti⸗
gung ein Intereſſe gefunden?— Der Geiſt hat
keine Scholle, an der er klebt; ſeine Neigungen beſchraͤnken ſich nicht auf einen Ort— er weiß uͤberall ſeine Heimath zu finden— er lebt und ge⸗ deiht in jedem Gebiete— ſei es auch noch ſo ent⸗ fernt von ſeinem gewohnten Kreiſe,— wohin der Zufall ihn verſchlagen kann. Gott bildete das menſchliche Herz ſchwach, aber elaſtiſch;— es hat die Gabe, ſelbſt Gift in Nahrungsſtoff zu verwan⸗ deln. Werden wir verbannt aus der freien Luft des Himmels— an das Krankenlager gefeſſelt—
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