Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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geleiteten Rouſſeau ſprach, als er die Trefflichkeit der Tugend ausmalte. Es war die eingeborne Tu⸗ gend, welche das Gemuͤth des Alexander Pheraͤus ergriff, da er uͤber das Ungluͤck auf der Buͤhne weinte, welches vor ſeinen Blicken vorbei zog. Kam bei Beiden die Zeit fuͤr Handlungen und fuͤr das wirkliche Leben, ſo wurden andere Leidenſchaften auf⸗ geregt, und das Mißtrauen machte den Schriftſteller zu einem ebenſo verworfenen Menſchen, als den Tyrannen⸗

So konnen die zärtlichſten Gefuͤhle mit grauſa⸗ men Handlungen in einer Perſon ſich vereinigt fin⸗ den, und doch wird die Aufloͤſung des Raͤthſels dem Forſcher nicht ſchwer ſein, und wenn folglich das Leben eines Autors mit ſeinen Schriften nicht uͤber⸗ einſtimmt, ſo koͤnnen ſie doch ſeinem inneren We⸗ ſen ganz entſprechen.

Dieſes iſt jedoch die nachtheiligſte Auffaſſung des Gegenſtandes, und deshalb habe ich ſie zuerſt beleuch⸗ tet. Wie wenige Beiſpiele gibt es im Ganzen von jenem ſcheinbaren Gegenſatz, deſſen ich erwaͤhnte, zwiſchen den Handlungen des Schriftſtellers und ſei⸗ nen Werkens in den meiſten Fällen ſind ſie in ueber⸗ einſtimmung und alle Töne des herrlichen In⸗ ſtruments ſtehen im Einklang! Man beobachte das Leben Schiller's, wie vollkommen ſeine Werke ſeinem lebendigen, reflectirenden, kuͤhnen Genius ent⸗ ſprechen; das Feuer im Fiesko das gedankenvolle