Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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und grüne Brillen trug. Von ſolcher Art ſind dieſe Enttaäuſchungen! Nein! in dem Geiſt eines Mannes iſt jedesmal eine Aehnlichkeit mit ſei⸗ nen Werken begruͤndet. Seine Helden ſind vielleicht nicht ihm ſelbſt gleich, aber ſie werden gewiſſen Ei⸗ genſchaften ähnlich ſein, die er ſelbſt in ſich traͤgt. Die Gefuhle, die er äußert, ſind in dieſem Augen⸗ blicke ſeine eigenen; findet man ſie in allen ſei⸗ nen Werken vorwaltend, ſo ſind ſie auch in ſeinem Geiſt uͤberwiegend; ſind ſie in dem einen Werk, und werden in dem anbern verläugnet, ſo bleiben ſie des⸗ halb doch Eigenthum des Verfaſſers, verrathen aber Mangel an Tiefe und Feſtigkeit des Gemuͤths. Die Werke allein ſtellen nicht den Charakter eines Man⸗ nes dar, aber ſie ſind der Inhaltsanzeiger jenes le⸗ benden Buches.

Jeder weiß, wie vortrefflich Voltaire die Be⸗ hauptung J. Baptiſte Rouſſeau's widerlegte, daß Ta⸗ lent und Herzensguͤte vereinigt ſein muͤſſen. Der gelehrte Strabo, welcher den Irrthum Rouſſeau's theilte, ſagt(ib. I):Niemand kann ein guter Dich⸗ ter ſein, der nicht zuerſt ein guter Menſch iſt. Dieſes klingt paradox, und dennoch iſt es nicht weit von der Wahrheit entfernt; ein guter Dichter kann vielleicht kein guter Menſch ſein, aber er muß gewiß gute Anlagen haben, vor Allem jene, welche mit edlen Geſinnungen mit erhabenen Handlun⸗

gen mit geiſtiger und irdiſcher Schoͤnheit ſym⸗