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die Perſonen, welche es äußern. Welchen Beruf haben ſie uͤberhaupt, ihn zu beurtheilen?— Zeigt ihnen Gog und Magog— und ſie werden finden, was ſie ſuchten. Iſt es nicht in der That ein uͤber⸗ muͤthiges unterfangen in der Maſſe armſeliger Schwaͤtzer, ein urtheil uͤber einen Mann faͤllen zu wollen, wenn ſie kaum ſeine Werke, die doch nur ein Theil von ihm ſind, verſtehen koͤnnen? Menſchen, die durchaus nichts in Sir Iſaak Newton's Prin- cipia verſtanden, noch verſtehen konnten, hielten ſich fuͤr vollkommen berufen, zu ſagen, er ſei ein ganz andrer Mann, als man ſich ihn vorſtelle.— In jedem Jahrhundert wird kaum ein guter Kritiker geboren; und doch glaubt jeder Narr, Perſonen kri⸗ tiſiren zu duͤrfen.—„Es gibt gewiſſe Leute“— ſagt Necker in einem ſeiner Fragmente—„die von unſerm Pascal, von unſerm Corneille ſprechen. Ich bin jedesmal ganz erſtaunt uͤber dieſe Vertrau⸗ lichkeit!“
Uebrigens glaube ich, daß in der Wirklichkeit weit weniger unterſchied zwiſchen dem Schriftſteller und ſeinen Werken iſt, als man gewoͤhnlich voraus⸗ ſetzt; meiſtens entſpricht er nicht dem Ideal, wel⸗ ches ein vernunftiger Mann ſich von ihm gebildet, in ſeiner phyſiſchen Erſcheinung, in ſeinem Benehmen.— ſeinem Aeußern,— ſeiner Perſoͤnlich⸗ keit— ſelten in ſeinen geiſtigen Eigenſchaften. Mir ſcheint es, als konne der Genius nur untergeordne⸗


