rem Maßſtabe wahr, denn Eugen wurde von den mit Eichenzweigen geſchmückten jüngſt angekomme⸗ nen Ackerbauſchülern abgeholt, welchen Deeger einen vierſtimmigen Geſang eingeübt hatte. Der Gäuprinz von Haldenhof ſang einen mächtigen Tenor. Der Lehnert von Röthhauſen war mit ſeiner Frau, wie er prophezeiht hatte, zur Hoch⸗ zeit gekommen und der als Brautführer ge⸗ ſchmückte Engelbert brachte Eugen den Strauß. Die Mutter tanzte mit ihrem Sohne den erſten Hochzeitsreigen und die Freude war vollauf. Als Alles im beſten Jubel war, kamen plötzlich fremde Gäſte, es war das Ruſele mit ſeinem geheilten Chriſtoph, der jetzt ſo luſtig Clarinett ſpielte, daß Alles hell jauchzte. „Wo habt ihr euern Storch?“ fragte Lipp. „Er hat wieder Flügel bekommen und iſt davon geflogen,“ berichtete Ruſele und der Chri⸗ ſtoph nickte während er blies.
Am Abend erſchien Lipp als Kindermagd
verkleidet und empfahl ſich für die Zukunft. Eugen verſprach, daß die treue Seele immer bei ihm bleiben ſolle.— K
Als wiederum die erſten Nebel im Thale ſtanden, konnte die Mutter das Bett nicht ver⸗
und der Traum der Mutter wurde in geringe⸗


