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machen, es iſt ein Graus; aber freilich, du haſt ja eine rechtſchaffene Abſicht. Mir wird's ſelber ganz wirbelig im Kopf, ich weiß nicht—“
„Ich weiß genug,“ unterbrach Eugen,„du erinnerſt mich an einen Grundſatz, der den ewigen Feinden der Menſchheit als Werkzeug diente. Ich habe gezeigt, daß ich nicht für mich leben will und werde es noch mehr darthun. Meine bis⸗ herige Täuſchung war Nothwehr wie meine Be⸗ freiung aus dem Gefängniß. Ich wollte das Vaterland nicht verlaſſen, darf aber jetzt auch nicht aus der innern Heimath meiner Ueber⸗ zeugungen auswandern. O du liebe Vittore! So wollen wir immerdar uns einander aufklären und Hand in Hand unſern Lebensweg gehen.“
Wie ſich jetzt die Beiden umarmten, lag eine höhere Freude in ihrer Liebe.
Die Pfarrerin trat ein und verkündete Eugen, daß er, wenn er ſich ruhig halten und das Letzte noch nicht ausſprechen wolle, bei der Mutter ein⸗ treten dürfe. Vittore fuhr mit der Hand Eugen über ſein zuckendes Antlitz und ſagte:
„Halt dich nur recht ruhig, damit wir noch lang an der Mutter haben.“
„Biſt du da?“ rief die Kranke dem Ein⸗ tretenden entgegen und ſtreckte ihm in der dunkeln
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