Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Verſe aus Schiller's Jungfrau von Orleans vorlas. Eugen mußte noch Vittore ſprechen, er ging hinauf. Bernhard wollte ihm das Vor⸗ leſeramt abtreten, aber Eugen ſetzte ſich ſtill unter die Zuhörer.

Wie ein Vogel, der im Sturmwinde kämpfend ſeiner Heimath zufliegt, immerdar ringend und doch unabläſſig, ſo ſtrebte Eugen der Ruhe zu. Wo aber findet er ſie? Ihm däuchte, jede Minute, in der Vittore falſch über ihn denke, ſei eine Verſündigung, und plötzlich, als ob er's jetzt erſt erführe, kam es über ihn, daß ſie ja die beſtimmte Braut Bernhards ſei. Er wollte ja auch nur vor ihr gerecht daſtehen und ſo in Gedanken ſich ſchwingend und wendend, hörte er kaum die ſchwunghaften Worte des Dichters, denen Vittore mit gefalteten Händen und ge⸗ ſpanntem Antlitze lauſchte, während der Bach⸗ müller oft verneinend den Kopf ſchüttelte, in den Mienen der Müllerin war aber gar nichts zu bemerken. Jetzt im fünften Akte, da Vittore die Kunkel weggeſtellt hatte, ſpann die Frau ruhig weiter.

Als die Fahnen über die Jungfrau geſenkt waren und Bernhard das Buch zuſchlug, holte der Bachmüller langen Athem und erklärte, das

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