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„Ja doch, ja, nur keine Umſtände; wenn ihr ſo fragt, habt ihr gewöhnlich ein Compliment anzubringen. Nun was denn?“
„Sehen Sie, Frau Baronin, Sie wollen die Kranke beſuchen; helfen können Sie ihr nichts damit.“
Aber auch nichts ſchaden.“
„Das weiß man nicht. So viel iſt doch ſicher, daß damit der Anni kein Gefallen geſchieht, aber blos Ihnen. So auf eine Stunde an's Siechbett gehen, das kann zur Beruhigung der Baronin ſein, aber der Kranken thut man nichts damit, da muß man immer oder gar nicht da ſein.“
„Sie verſtehen Moral zu predigen.“
„Ich bin mir zu gut für den gnädigen Spott,“ entgegnete Vittore raſch,„ich muß es nur ehrlich ſagen, ich kann deswegen auch der Anni nicht beſonders zureden.“
Eine Pauſe entſtand. Man hörte Jemand in ſeidenem Gewande raſch aufſtehen.
„Kommt der Lehrer Baumann oft zu Ihnen?“ fragte Stephanie.
„Freilich, hie und da Abends. Mein Vater iſt auch ein Schulmeiſtersſohn.“
Hat der Lehrer oft—“
Eugen durfte nicht dulden, noch länger über


