Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Erkenntniß bei ſcheinbar trägem oder hartnäcki⸗ gem Widerſtreben des Volkes gegen neue Lehren ſein.

Nach der Schule trug Eugen den Erlös des Klaviers zu Kronauer. Er wurde in das Schreibzimmer Kronauers gewieſen, da dieſer bei der Kranken ſei. Ohne daß er es wollte, be⸗ lauſchte er hier ein Geſpräch, das in der Neben⸗ ſtube geführt wurde. Eine wohlbekannte Stimme, es war die Stephanie's, fragte in offenbar ärger⸗ lichem Tone:

Sie will alſo durchaus nicht? Haben Sie ihr denn geſagt, daß ich nur eine Stunde bei ihr ſitzen will? ſtill oder ſprechend, wie ſie es wünſcht?

Ja, Alles, und ſie will nicht, ſie will keinen Menſchen ſehen als mich, ihren Vater und ihren Mann, erwiederte Vittore.

Der Lauſchende ward ſeltſam bewegt.

Ich weiß nicht, fuhr Stephanie wieder auf,ob ich ſie je widerſehe, Sie, liebes Kind, vermögen ja Alles über die Anni, bereden Sie ſich nochmals mit ihr. Ich könnte nicht ruhig von hier abreiſen, ohne ihr die Hand gegeben zu haben. Thun Sie mir den Gefallen. Darf ich frei reden? fragte Vittore.

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