Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Achtes Rapitel.

Es iſt kein Mann ſo gut, er hat wol zweierlei Muth; mit dieſem Sprüchworte mußte ſich Eugen tröſten, als er nach der Abreiſe Deegers wiederum in Trübſinn verfallen war. Die Anweſenheit des Freundes hatte das Haus ſo heimathlich durch⸗ füllt und jetzt war Alles wieder öde und leer.

Wer ſich in der Einſamkeit angeſiedelt hat, der empfindet die wellenloſe ſtehende Stille erſt neu, wenn er ſich einem traulichen Anſchluſſe hingegeben. Dazu kam noch, daß ſich Eugen täglich bereit halten ſollte, die Sohnesempfin⸗ dungen zur lebendigen Wahrheit werden zu laſſen.

Die erweckenden Berufspflichten duldeten aber kein in ſich verſunkenes Brüten und über ſeine eigene Wahrnehmung hinausgehend erkannte Eugen die Förderungen und Hinderniſſe eines Daſeins, das die ganze Kraft auf's Feld der äußern Arbeit

ruft; da wird das ſelbſtverzehrende Sinnen ver⸗ ſcheucht, kann aber auch eine ungetheilte Hingebung an einen Gedanken nicht auffommen. Das ſollte eine Mahnung zur duldſamen