Mutter Haberkorn hieß, ſagten die Knaben: der kann gut laufen, der hat Hafer gefreſſen. Ach! die kindiſchen Erinnerungen haften am tiefſten. — Der Knabe gelangte in eine glücklichere Zeit, denn er erhielt einen Blumenkredit von einem benachbarten Handelsgärtner, und in jenem Sommer wurde er abermals gefahndet, aber zu einer andern Marter. Ein Mann verfolgte den Knaben in den Straßen bis in ſein Haus und erſt nach vielen Verſprechungen und Scheltworten gab er nach und folgte dem Manne und lag nun viele Tage entkleidet auf einer teppichbe⸗ legten Erhöhung, er war Modell zu einem Ismael mit der Hagar geworden. Und dieſes Bild, wie ſich ſpäter ergab, wurde zu ſeiner Rettung. Im Frühling kam ein Geiſtlicher, nahm den zwölfjährigen Knaben mit und brachte ihn in die Jeſuitenſchule nach Luzern. Der wilde Knabe kam ſich ganz verzaubert vor und hatte wegen ſeiner Unwiſſenheit von den Mitſchülern viel zu leiden; ſein einziger Stolz war, daß es ihm auf dem Turnplatze keiner gleich thun konnte. Er machte die waghalſigſten Verſuche, bis ihm ſolche unterſagt wurden. Er fügte ſich willig der ſtrengſten Disciplin, die jede Regung beherrſchte und bald ward er trotz vieler
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