Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Unbändigkeiten ein Liebling der Lehrer, weil er mancherlei Anlagen zeigte. Er war fromm und glücklich. Nur eines grämte ihn tief. Wenn die Mitſchüler von ihren Eltern ſprachen, Briefe, Beſuche erhielten und in den Ferien manchmal heimwärts zogen, ward Eugen Wilibald immer traurig; ihn beſuchte, ihm ſchrieb Niemand und der Direktor ſagte, er habe weder Eltern noch Verwandte. Das machte ihn traurig, aber was vergißt die Jugend nicht? Der Knabe ward gefirmt. Da kam wenige Tage nachher ein ſtattlicher Greis mit weißen Haaren und vielen Orden auf der Bruſt, er küßte den Knaben und ſagte ihm, daß er Eugen Wilibald Graf Falken⸗ berg heiße, der Alte war ſein Oheim, der ihn adoptirte, der Knabe der bin ich.

Du? fragte Deeger betroffen.

Höre nur weiter. Jetzt kann ich ruhiger erzählen. Ich war ein religiöſer Fanatiker, ich wollte Mönch werden und legte mir ſchon jetzt allerlei kindiſche Kaſteiungen auf. Mein Oheim beſtimmte mir einen andern Beruf. Ich wurde Soldat, ſtand zwei Jahre in Mailand, ich war entwickelter als mein Alter mit ſich brachte. Ich diente von der Pike auf, was man ſo nennt, du weißt ja, daß die vornehme Welt Alles zur

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