Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Als ſie im nächſten Dorfe, wo Bruder Weiland wohnte, den Kopfrechner bei dieſem trafen, ward Eugen tief erſchüttert, da ihm der Alte entgegen rief:

Schade, daß Sie nicht der Graf Falken⸗ berg ſind; ich könnte ihm jetzt das ſagen, wofür er mir fünfhundert Gulden verſprochen hat.

Eugen mußte eine gleichgültige Miene an⸗ nehmen und doch zitterten alle Pulſe in ihm, denn er ſtand vor der verſchloſſenen Thür ſeines Lebensgeheimniſſes. Er ließ die Kameraden vor⸗ ausgehen und hielt ſich an den Alten; aber trotz aller Liſten und wiederholten Verſuche blieb der Alte bei ſeinem Spruche: er thue keinSchnau⸗ ferle, gegen Niemanden den Mund auf, bevor er nicht das Geld in Händen habe und der Graf vor ihm ſtünde.

Es war unverzeihlich von Deeger, daß er dem Freunde nicht kundgegeben hatte, wie der Kopfrechner erſt vor wenigen Wochen das nach⸗ geſuchte Dienſtehrenzeugniß erhalten hatte. Ein Herz auf dem ein Orden ruht, ſoll das nicht anders ſchlagen als zuvor?

Der Kopfrechner war heute ganz verändert, der ganze Stolz ſeiner zwei und vierzig Dienſt⸗ jahre ſprach aus ihm und mit großem Behagen

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