21 macht habe. Eugen wünſchte nichts ſehnlicher, als daß ihn die ganze Welt jetzt ungeſtört ließe, denn es war ſein feſter Wille, ſich ganz in ſeinen Beruf und die Befähigung für denſelben zu ver⸗ ſenken; es ward ihm ſchwer, daß hier noch ein Verlaſſener ſeiner harrte, den er nicht durch einmalige Gabe von ſich abſchütteln durfte. Er verſprach dem Lipp, ſpäter ſeiner bedacht zu ſein und trug ihm auf, jetzt für ihn nach dem Nachbardorfe Alsfeld zu gehen und von dem dortigen Lehrer den Schulplan zu holen; denn Eugen erſah, daß er ohne dieſe Richtſchnur zu keiner Ordnungsmäßigkeit gelangen würde. Lipp machte ſich mit einem erbetenen Zehrpfennig auf den Weg zu dem Alsfelder Lehrer, der während Kaidl's Anweſenheit nicht in's Dorf gekommen war, weil er wie Kaidl ſagte,„ein Miethgaul ſei, der nichts mehr fürchte als die Schmitze der Staatskutſcher.“ Eugen rief Lipp noch nach, er ſolle vor zwei Uhr wieder zurück ſein und Lipp verſprach's.
Der Sonnenwirth war ausnehmend freund⸗ lich gegen Eugen, hatte dieſer ja ſeinen Sohn vorgezogen; hätte aber Eugen im Dorfe umher horchen können, wo man in allen Häuſern fragte: wie der Lehrer ſei, hätte er raſche Antworten


