haben, ſehen doch nur aus wie unraſirte Men⸗ ſchen, der Bernhard hat wie Simſon nie ein Meſſer in's Geſicht gebracht. Einer von uns muß die Vittore holen, eh wir vom Bernhard gerädert werden. Ich bitt dich, thu mir den uhen Gefallen und laß' ſie mir. Der Mühlbach hat Prachtforellen, die ſchmecken wie fleiſchgewordener
6 Waldbach, aber die prächtigſte iſt doch meine Vittore und mit leerer Hand ſo ſchwer zu fangen wie eine Forelle, wenn man ſie nicht gleich beim Kopf kriegt. Meine Vittore, ja, die iſt ein Kern⸗
eriſ mädle, die hat ein paar Backen, denen ſieht man's der an, daß ſie ſchnalzen, wenn man ſie kneift.“
inem Dieſe Erzählung, die Bartelmä behaglich eein ausſpann, gab Eugen wieder ſo viel Ruhe, daß
der Lärm des Morgens faſt ganz verklungen war. Er bedurfte dieſer Ruhe wohl auf dem Empor an der Orgel. Er hatte erwartet, der Pfarrer würde einen Nachruf an die Ausge⸗ wanderten ſprechen; dafür kam eine Huldigungs⸗ predigt für den wegen der Ernte in der Mitte
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üller der Woche hier nicht gefeierten Geburtstag des en Fürſten. Sprüch. Salom. Capitel 16 V. 8:
„Fürchte Gott mein Sohn und den König
Bern⸗ und laß dich nicht mit Aufrührern ein,“ war
Bart der Tert, den nach herkömmlicher Weiſe für


