Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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beſte Freundin und es gutet ihr, wenn ſie bei ihr iſt, mehr als alle Doktor's, die ihr nicht helfen können. Der Kronauer hat ſeinen Schwie⸗ gervater zu ſich genommen und da haben ihm die Menſchen ſeine Gutheit wieder übel ausge⸗ legt. Das arme Bäuerlein will ſein Brod nicht umſonſt eſſen und verſteht doch nichts als den Feld⸗ bau, und da ſchafft es im Feld wie ein anderer Knecht. Darüber ſchimpfen die Leut und wie ſollt' es denn der Kronauer anders machen? Soll er den Vater von ſeinem einzigen Kinde weg⸗ thun, damit nur Niemand ſieht, wie er eben iſt was ein anderer, und hat er's nicht bei ihm am beßten? Wer's der ganzen Welt recht machen wollte, müßt' ſich zuletzt die Naſ' im Geſicht verſchnipfeln. Die Leut' ſagen, der Baron hätt' ſeine Frau nehmen ſollen wie ſie geweſen iſt und er macht ſich gewiß Vorwürfe genug, daß er das nicht gethan und ſie ſich mit dem vielen Studiren krank gemacht hat, aber wenn er das pure Bauermädchen genommen hätt, wär's auch nicht gut geweſen; mit einer Frau, die nichts gelernt hat, könnt' ſo ein Mann nicht glücklich leben und wer nicht ein Buch leſen mag und auch einmal was Fremdes denken, mit dem kann man nicht viel reden.

Sommer Unt

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Vittore

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