Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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er werde zu großem Reichthum kommen, um zurückzukehren und Alles gut zu machen. Das ſei nun nicht eingetroffen, er müſſe arm ſterben, aber er wünſche, daß der Oheim von ſeiner Um⸗ kehr wiſſe.

Wollen Sie dem Manne das Alles mittheilen.

Erich an ſeine Mutter.

. In meinen Fieberträumen ſagte ich mir immer: Du haſt ja Deiner Mutter verſprochen, geſund wieder heimzukehren; Du darſſt nicht krank ſein, nicht ſterben, Du mußt Dein Ver⸗ ſprechen erfüllen. Und das begleitete mich fort und fort, machte mich bald ruhig, bald unruhig. Ich meinte immer, ich müſſe etwas thun können, um die Natur zu zwingen, daß ſie die Schatten wegnehme, die Beſchwerniß, die Unfähigkeit, die auf mir laſtete. Es waren zwei Seelen in mir. Und einmal hörte ich Dich ganz deutlich zu mir ſagen: Halte Dich nur ruhig; mit Deinem Denken zerſtörſt Du Dein Leben; lerne einmal gar nichts denken. Und dann ſtand ich oben auf der Tribüne beim Muſikfeſt und ſollte ſingen und konnte keinen Ton aus der Kehle bringen. Ich habe entſetzliche Qualen durchgemacht. Nun aber bin ich vollkommen friſchauf...

Dortor Fritz an Weidmann.

Durch die Verwundung Erichs und das Harfen ſpiel Manna's, wie es in den Zeitungen ſtand, hat ſich ein ſeltſames Räthſel gelöſt. Zu mir kam ein altes Männchen von feinem Aeußeren, er ſprach deutſch, aber offenbar mit jener Mühſamkeit, die zeigte, daß er vielleicht Jahrzehnte lang ſich nicht in dieſer Sprache ausgedrückt. Er fragte mich nun, ob ich in der That mit einem Major Dournay bekannt ſei. Ich bejahte das, und nur mühſam brachte ich endlich heraus, daß dies der Oheim Erichs, ein Mann von großem Reichthum. Er wollte Näheres über die Familie wiſſen, vor Allem ob ſeine Schweſter Claudine noch lebe. Glücklicherweiſe wußte Knopf alles Nähere.

Erich an ſeine Mutter.

Mutter! Der Oheim iſt gefunden. Mein Sturz vom Pferde, mehr aber noch das Harfenſpiel Manna's, wurde wie eine