Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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Mattenheim trennten; dieſen Kieſel, wohl eingenäht, trug er auf dem Herzen, und durch ihn wurde er vom Tode gerettet.

Ich habe Alles nach Newyork berichtet, weiß aber nicht, ob der Brief ankommt. Nach Europa werden Briefe durchkommen, ich bitte Sie, die Nachricht an meinen Vater und an Erich ge⸗ langen zu laſſen. Sagen Sie noch, daß Roland außer aller Gefahr iſt; ein deutſcher Arzt, der hier im Heere dient, gibt mir die Verſicherung.

Geben Sie dieſe Nachrichten an Onkel und Tante und alle Angehörigen.

Roland iſt eben erwacht.

Er läßt Sie bitten, den Taubſtummen auf die Villa zu neh

men und ihm im Garten Beſchäftigung zu geben, er ſpricht viel

von ihm. Doctor Fritz an Doctor Richard.

Wir erhalten nur ſchwer Nachrichten aus den Südſtaaten. Ein Gefangener, der glücklich entkommen iſt Sie kennen wol die Unmenſchlichkeiten, mit denen die Südſtaatlichen die Gefangenen behandeln erzählte mir zufällig, daß Sonnenkamp⸗Banfield dort im Heere kämpfe und bei ihm eine ſchöne Dame ſei. Sonnenkamp iſt in den Südſtaaten nicht zu der Geltung gelangt, die ſein Ehr⸗ geiz erwartete. Er iſt den ſüdſtaatlichen Junkern zu radikal, er macht aus dem, was ſie wollen, ein logiſches Prinzip, wie er das ja auch früher im Kampfe gegen mich that. Ganz vernichtet aber hat er ſeinen Einfluß, da er mit dem Plane heraustrat, aus den Südſtaaten eine Monarchie zu machen. Das wollten die Junker des Südens doch nicht; der Republikanismus ſitzt ihnen noch in den Gliedern, und wenn auch Sonnenkamp von ſeinem Plane zurücktrat, er hat das Anſehen verſcherzt, das er bei ſeiner un⸗ beſtreitbaren Kraft und ſeiner Rückſichtsloſigkeit hätte erlangen müſſen. Ich glaube, er und Gräfin Bella kämpfen nur noch aus Verzweiflung und Abenteuerſucht.

Erich an Weidmann.

So iſt nun das Aeußerſte erlebt! Es war ein heißer Tag, auf beiden Seiten wurde mit Hart⸗ näckigkeit gekämpft. Wir haben geſiegt, aber unſer Verluſt iſt