Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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Da ſitze ich im Lager und ſchulmeiſtere. Aber es hat mir doch wohlgethan, ich fühle mich geſammelt, erlabt und geſättigt, indem ich mich zu Ihnen wenden konnte.

Erich an Weidmann. 5 Aus dem Lager.

Das Echte, das Nothwendige iſt geſchehen; die Neger ſind zum Hecresdienſt berufen; wir ſind in ein Neger⸗Regiment eingetreten, Roland, Hermann und ich. Jetzt erſt iſt der Kampf ein voller. Die Neger benehmen ſich willig und gut und ſind immer luſtig. Dieſe Disciplinirung im Heere iſt eine große Vor⸗ ſchule für das Leben.

Von einem Spione, den wir ausgeſendet, haben wir erfah⸗ ren, daß ein Mann, der Beſchreibung nach halte ich ihn für Sonnenkamp, im Heere uns gegenüberſtehe und bei ihm eine Frau in Männerkleidung, eine gewaltige Schönheit, ſei, der Alles huldigt. Ich hatte gehofft, daß er in der Marine ſtehen würde, und mir iſt es entſetzlich, daß er und ſein Sohn ſo un⸗ mittelbar gegen einander kämpfen. Wenn nur Roland nichts da⸗ von erfährt.

Eine Freude iſt es, die ſchöne Cameradſchaft zwiſchen Roland und Ihrem Großneffen Hermann zu ſehen, die beiden Jünglinge ſind unzertrennlich.

Roland an die Profeſſorin.

. Endlich iſt das Volle eingetreten. Erich, Hermann und ich, wir dienen in einem ſchwarzen Regimente. Das iſt's, was ich wollte. Ihnen darf ich's ſagen, ſie Keben mich, dieſe Geknech teten, die jetzt um ihr Menſchenthum kämpßen, das man ihnen nicht im Frieden geben wollte. Ich denke an das Wort Parkers. Ach, was war das für ein Tag, als ich zum erſten Mal ſeinen Namen von Ihnen hörte, dort beim Ausgang aus der Kirche, und dann

Vorwärts! heißt jetzt unſere Loſung, wir dürfen nicht mehr zurückſchauen.

Ich habe einen Freund gefunden, einen Freund, den Sie mir nach Ihrem vollen Herzen nicht beſſer hätten ſchaffen können, und mein Hermann iſt der Bruder Lilians. Ich darf nicht daran

Auerbach. Landhaus am Rhein. IM. 19