Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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ins Geſicht; zu ſeiner Beruhigung gewahrte er, daß die Mittheilung gar keine Wirkung auf den Jüngling geübt hatte.

Auf dem Wege hatte man noch dig Melodie des Walzers im Gedächtniß und jetzt, da man ſich dem Hofe näherte, wurde ſie verdeckt, denn man vernahm das Wallen und Rauſchen eines Mühlbachs und das Klappern der Mühle. Der Bach floß unter einem guten Theil des Hauſes hinweg und trieb die dort angebaute Mühle.

Sie werden heut Nacht nicht gut ſchlafen, ſagte Knopf zu Roland.

Warum nicht?

Weil Sie ſich an das Rauſchen der Mühle gewöhnen müſſen; wenn man ſich aber daran gewöhnt hat, ſchläft man weit beſſer, als ſonſt irgendwo. Meiner kleinen Schülerin iſt es auch ſo er⸗ gangen.

Nicht weit vom Hofe trat die Gruppe am Zaun einer Ein⸗ hegung wieder zuſammen; Roland war voll Freude über die ſchönen Fohlen, die luſtig umherſprangen und herbeikamen, da ſie Herrn Weidmann witterten.

Dieſer erklärte, dies ſei ſeine Kleinkinderſchule; er habe einen Fohlengarten angelegt, wo alle Züchter aus dem Gau ihre jungen Thiere hinſchicken; da ſei gutes Weideland, ſie könnten ſich aus⸗ turnen, ſeien gegen mäßige Vergütung in guter Hut und alle verſichert. Das nütze der Pferdezucht der ganzen Landſchaft.

Haben Sie ſich bereits entſchloſſen, was Sie werden wollen? wendete ſich Weidmann an Roland.

Zum erſten Mal zögerte Roland, eine beſtimmte Antwort zu geben.

Weidmann drängte nicht weiter.

Lilian machte ſich von der Hand des Vaters los, ging zu Knopf und ſagte ihm leiſe, er habe ihr immer nicht geglaubt, daß ſie eine Begegnung im Walde gehabt; nun müſſe er doch überzeugt ſein, daß Alles Wahrheit geweſen.

Roland erzählte, wie auch Erich ihm das Begegniß nie habe glauben wollen.

Knopf ſtrich immer mit der Hand über die Bruſt und ſeine Augen glänzten unter der Brille. Ja, mitten unter Chemie und rationeller Fütterung, Locomotivenpfiff und Dividenden⸗Speculation mitten unter alledem gibt es noch Romantik in der Welt. Freilich,